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Ich übersetze alpine Identität in eine zeitgenössische Bildsprache
Marlene Schaumbergers Weg zur Kunst
Alpen im Kopf, Farbe auf der Leinwand
Schon mit 13 Jahren wusste Marlene Schaumberger, dass sie Künstlerin sein wird. Die Bergwelt ihrer Heimat war in ihrem Inneren längst farbig aufgeladen – voller Zeichen, Stimmungen und Spannungen. Doch es brauchte fast ein Jahrzehnt, bis aus dieser inneren Bildkraft eine eigene Handschrift auf der Leinwand wurde. Heute beginnt jedes Werk in ihrem Kopf: Sie sieht die Komposition, spürt die Farben, erkennt das Gleichgewicht, noch bevor der erste Pinselstrich gesetzt ist. Diese Fähigkeit, „Farbklänge“ vorab zu sehen und harmonisch aufeinander abzustimmen, ist ihr stärkster Kompass – eine intuitive Gabe, die ihren gesamten Schaffensprozess trägt.
Schaumbergers Malerei verbindet alpine Identität mit zeitgenössischer Bildsprache – nicht folkloristisch, sondern kraftvoll und symbolbewusst. Schnelle, entschlossene Pinselstriche, expressive Acryltechnik und intensive Farbwelten prägen ihre Arbeiten. Sie kombiniert Realismus und Abstraktion, Brauchtum und Moderne, grobe Textur und feine Linienarbeit. Immer wieder tauchen Pflanzenmotive, Sagenwesen oder abstrahierte Gebirgslandschaften auf – eingebettet in farbgewaltige Räume, die Heimat nicht als Kulisse, sondern als lebendige Kraft erzählen.
Ihre Kunst findet zunehmend Anklang, regional wie international. Marlene Schaumbergers Werke waren in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in Österreich, Deutschland, Estland, Litauen, Ungarn, Italien, Tschechien, Finnland, der Slowakei, Serbien und Sardinien zu sehen. Arbeiten befinden sich in privaten Sammlungen im In- und Ausland, zudem arbeitete sie mit Galerien und Kulturinstitutionen zusammen. Als aktives Mitglied der Berufsvereinigung der bildenden Künstler Österreichs engagiert sie sich für eine alpine Gegenwartskunst, die neu formuliert, was Heimat heute sein kann: farbstark, vielschichtig und überraschend gegenwärtig.

„Farbe ist Entscheidung.“
Marlene Schaumberger
„Farbe ist Entscheidung.“ Marlene Schaumberger
kraftvoll & klar
Alpine Identität
Die Berge sind mehr als Landschaft. Sie sind Erinnerung, Widerstand, Stille und Kraft zugleich. In mir tragen sie eine Spannung, die sich nicht in Worten auflösen lässt sondern in Farbe, in Bewegung, in Schichten. Meine Arbeiten entstehen aus diesem inneren Echo. Aus dem Bedürfnis, das Unfassbare sichtbar zu machen und dem Gefühl von Heimat eine neue, gegenwärtige Form zu geben.
In meinen Arbeiten gehts es um alpine Identität als zeitgenössische Bildsprache:
Zwischen rauer Landschaft, gelebtem Brauchtum
und symbolischer Tiefe entsteht eine Kunst,
die Naturkraft nicht nur zeigt, sondern erfahrbar macht.“
Ich begreife meine Malerei als Übersetzung – von Natur in Emotion, von Tradition in Gegenwart, von äußerer Landschaft in innere Räume. Dabei geht es nicht um Abbildung, sondern um Verdichtung. Um das Sichtbarmachen von Energie, die unter der Oberfläche liegt. Meine Bilder sollen nicht erklären, sie sollen berühren. Sie sollen etwas auslösen, das über das Gesehene hinausgeht – eine Erinnerung, eine Spannung, ein Gefühl von Verbundenheit, das bleibt..

Interview: Heldinnen des Alltags
Die Sicht bewahren
Im Rahmen der Reihe Heldinnen des Alltags durfte ich eine Frau sichtbar machen, die weit über ihre Zeit hinausgewirkt hat: Paula Grogger. In einem persönlichen Interview erzähle ich von meiner Begegnung mit ihrer Geschichte – von einem Sommer bei den Festspielen in Öblarn, von Gesprächen, Erinnerungen und dem langsamen Entstehen eines Porträts, das mehr ist als ein Abbild. Dieses Interview gibt Einblick in meinen künstlerischen Zugang und die Frage, was eine Heldin ausmacht. Es erzählt von Stärke, Klarheit und dem Mut, den eigenen Blick zu bewahren – und davon, wie all das in meinem Werk „Die Sicht bewahren“ spürbar wird.
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